Unser Handwerk
Holzarbeiten
Brettchenweben
Gewandung/Tracht
Rekostruktionsversuche
Salbenkochen
Vor jeglicher eigenmächtiger Anwendung der nachfolgenden Angaben und Rezepte wird ausdrücklich gewarnt
–jegliche Anwendung auf eigene Gefahr –
wir übernehmen keinerlei Verantwortung/Haftung für mögliche Nebenwirkungen oder Schäden!

Von Kräutern und Bäumen
Salbenkochen
hört sich gut an, aber einfach etwas zusammenmischen ob mit oder ohne Rezept funktioniert nicht wirklich.
Salbenkochen ist eine heilige Handlung
Ein bisschen muss man sich schon mit den Wesen befassen, die uns da aus ihren
Blättern, Blüten, Beeren, Früchten und Wurzeln so wertvolle Stoffe überlassen.
Mit Respekt wollen sie behandelt werden!
Gänseblümchen- Bellis perennis
Maßliebchen, Tausendschön, Mairöserl, Augenblümchen, Marienblümchen, Angerblümlein
Dieses kleine Blümchen ist in der keltischen Welt der großen Göttin geweiht, bei den Germanen wird sie Baldur zugeordnet.
Ganz klein und unscheinbar, und doch so kraftvoll, dass es sogar schon mit einem Bann belegt wurde. Anscheinend war dem
Klerus die häufige Verwendung, durch das einfache Volk nicht geheuer.
So wurde ihre Anwendung verboten, da angeblich die Leibesfrucht damit entfernt werden konnte, stimmt zwar nicht - aber
auch wir kennen die irrigen Wege der Obrigkeit. Und den Göttern sei Dank, sie vermochten nicht, dieses kleine Wunder
auszurotten.
Hilfreich bei Magenerkältung, Leberbeschwerden, Hauterkrankungen, sie ist schleimlösend, leicht krampf- und
schmerzstillend, blutreinigend, entzündungshemmend, leicht abführend.
Pfarrer Kneipp empfiehlt das Maßliebchen bei Auszehrung , wenn sonst nix helfen mag.
Nachdem das Gänseblümchen vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst blüht, solle es den ganzen Sommer über auf dem
Speiseplan stehen.
Anwendungsformen:
Tee: Erkältungen, Blutreinigung ,auch in Mischungen zur Frühjahrskur
Die Blüten rasch im Schatten trocknen, 1 Tel. auf 200ml Wasser, ca. 10 Minuten ziehen lassen
Breiumschlag: Hautunreinheiten, Furunkel
Die Blüten am besten in ein Leinensackerl füllen, mit einem Nudelholz zerquetschen, so dass der Saft austritt. Dann das Sackerl auflegen
Öl:
Aus den frischen, leicht angetrockneten Blütenköpfen einen Vollsonnenölauszug herstellen:
Blütenköpfe im Schatten leicht antrocknen lassen, dann in ein Twist-off-Glas füllen, und soviel kaltgepresstes Bio –Öl ( Olive
oder Sonnenblumenöl) auffüllen, dass alles gut bedeckt ist. Das Glas 6 – 8 Wochen in die Sonne stellen.
In England wird das Gänseblümchen unserer Arnika gleichgestellt.
Küche:
Die Blütenköpfe und jungen Blätter über Salate und Suppen streuen. Die Knospen, als Kapernersatz einlegen.
Schlüsselblume
Primula elatior ( hohe Schlüsselblume),Primula veris( echte duftende Schlüsselblume)
Beide stehen unter Naturschutz
-Lässt sich leicht im Garten ziehen- Tee bekommt man in der Apotheke!
Himmelsschlüssel, Primel, Marienschlüssel, Bärsanikel, Bärenaurikel, Petersschlüssel, Gichtblume
Diese helle Frühlingsbotin ist eine echte Venus/Sonnenpflanze, der Brigit geweiht, die Germanen stellten sie Freja zur Seite. Diese Göttinen öffneten mit dem Himmelsschlüssel den Himmel um den Frühling herein zu lassen.
Die Primel, vertreibt die Melancholie, entschlackt und reinigt, beruhigt die Nerven, fördert den Schlaf.
Achtung: Kann starke allergische Reaktionen auslösen
Anwendungsformen:
Blätter und Blüten lassen sich hervorragend in Salaten und –Süßspeisen verarbeiten.
Teeaufguß: bei spannungsbedingten Kopfschmerzen, leichten Erkältungskrankheiten,
Gelenkschmerzen, Schwindel 1 Tel. auf 200ml
Einige frische Blüten, schmecken fantastisch im Vanillepudding oder anderen Süßspeisen.
Schlafkissen:
Hopfenzapfen, Schlüsselblumenblüten, Baldrianblüten getrocknet, und zu gleichen Teilen in ein kleines Kissen füllen.
Schlüsselblumenwein:
Die Wirkung, wird im einem Kräuterbuch von Tabernaemontanus ( 1731) wie folgt beschrieben: Er hilft, gegen Gicht, blöd Haupt und verstopfte Nerven.
In verschiedenen Kräuterbüchern, wird der Wein bei Gelenkschmerzen, vor allem in den Händen empfohlen.
Massageöl:
Hilfreich bei Muskelkater und Nervenschmerzen
Beinwell - Symphytium officinale

Beinwell (Europäisch) Comfrey (Kanadisch)
Wallwurz, Beinheil, Bienensaug, Schmerwurz
Comfrey- Kanadischer Beinwell
Der Knochenheiler
Alle Beinwellprodukte sind Apothekenpflichtig!
Dieses heimische Raublattgewächs, ist hilfreich bei Verstauchungen, Schwellungen, Zerrungen, Brüchen und Verletzungen der
Knochenhaut.
Die Wurzeln, können frisch zerrieben zu einem einfachen Salbenpflaster verarbeitet werden. Der Brei wird mit Hilfe eines
Leinentuches, auf die betroffene Stelle aufgelegt und fixiert.
Die eigentliche Salbe, wird aus den Wurzeln, Lanolin, Vollsonnen-Ölauszügen und Ätherischen Ölen hergestellt. Da die
Wurzeln, dick und sehr schleimhaltig sind, muss auf den richtigen Zeitpunkt geachtet werden. Nicht immer, verbindet sich der
Schleim, mit dem Lanolin und den zugegebenen Ölen zu einer homogenen Masse.
Anwendungen:
Tee aus getrocknetem Wurzelpulver :
bei Magengeschwüren, Durchfallerkrankungen.
Tee aus Blüten:
Erkältungskrankheiten, Bronchitis
Breiumschlag aus der frischen Wurzel ( fein raspeln):
Bei Knochenbrüchen, Prellungen, entzündeten Gelenken, entzündeter Knochenhaut, Venenentzündung oder Krampfadern.
Küche:
Die Jungen Blätter in Teig ausbacken, unter Salate mischen – ganz ehrlich – mein Geschmack ist es nicht.
Garten:
Gute Bienenweide.
Beinwell wächst sehr stark, und treibt immer wieder neu aus.Die Blätter und Stiele, zur Flächenkompostierung benützen, sie enthalten sehr viel Kieselerde, vor allem auf schweren, lehmigen Böden, eignet sich auch mit Brennesseln als Pflanzanjauche, oder zur Herstellung eines feinen Wurmkomposts
Ringelblume
Calendula officinalis
Achtung bei Korbblütler-Allergie nicht verwenden!
Wucherblume, Niewelkblume, Warzenblume, Totenblume
Albertus Magnus nannte sie „sponsa salis“ – Sonnenbraut
Weitere Sonnenbräute sind: Gänseblümchen, Kamille, Löwenzahn und Wegwarte, sie alle richten sich stark nach der Sonne.
Sonnenbräute, sind die Blumen der Seherinnen und Heilerinnen , der Matriarchalischen Gesellschaften in denen die Sonne als
heiliges Symbol, für Erlösung und Leben stand. Somit, waren sie heilig und wurden den Göttinnen geweiht.
Die Kirche übernahm, wie so oft, ein Attribut und stellte die Ringelblume Maria zur Seite.
Ihr englischer Name ist entsprechend – Mariengold.
Verwendung:
Blütenblätter: Tee, Vollsonnenölauszug, Salbe, Creme, Ringelrosenbutter
Blätter: Abkochung, Breiumschlag
Tee:
Bei geschwollenen Mandeln, wirkt auch anregend auf das Lymphsystem,
bei schmerzhafter Regel, als Mischung mit Frauenmantel, Gänsefingerkraut , Kamille
Ringelblumen – Hautpflege/Salbe
Ringelblumen-Vollsonnenölauszug
Wollfett – Rückstandsgeprüft aus der Apotheke, Bienenwachs vom Bio-Imker
Abkochungen
-Blätter und Blütenblätter für Fußbäder bei Fissuren und Hühneraugen
- Blüten, mit 1/3 Bio –Obstessig als Spülung, bei trockener Kopfhaut und Schuppen
Ringelrosenbutter
Zum einreiben bei verdorbenem Magen

Holzbearbeitung
Molen
Schwertscheiden
Schild & Schildnaben
Webrahmen
Eine alte, über Generationen weitergegebene und auch von unserem Urgroßvater, genau befolge Regel lautet:
Im Winter gefälltes Holz macht „koan schrick“ (springt und reißt nicht).
Dieses uralte Wissen wurde in unserer Familie von Generation zu Generation weitergegeben
und findet im Alltag seine Anwendung.
Dass dieses Wissen sehr weit zurückreicht, manifestiert sich in einer Verordnung von 1616:
Werk- und Bauholz durfte erst nach dem 23. Oktober im Zeichen des Skorpions und bei abnehmendem Mond bis Ende
Februar, bis maximal drei oder vier Tage nach Neumond geschlagen werden. Bei Meidung dieser Regel gab es eine
gebührliche Strafe.
Dies gilt gerade auch beim herraus Hacken vom Molen und großen Brunntrögen.
Für das Bearbeiten, benötigen wir einen Dechsel, Stemmeisen, einen Stechbeitel, eine Axt und einen Schlegel
und Jahre lange Erfahrung im Umgang mit Holz.
Da wir für unseren Clan alle benötigten Holzgegenstände wie z.B. Mobiliar, Schüsseln, Löffel, Spatel und
auch große Molen selbst herstellen, bestätigt sich immer wieder, dass es unerlässlich ist,
gutes Holz zu verwenden. Es macht nicht sonderlich viel Sinn, wenn eine sehr
arbeitsintensive Mole beim ersten Einsatz rinnt oder eine Messerscheide aus herrlichem Ahorn Risse bekommt.
Molen
Wir verwenden für Molen: Esche oder Linde.

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Für Brunntröge Fichte, Tanne oder Lärche.
Schwertscheiden
Wir fertigen unsere Schwert- und Messerscheiden aus lang gelagerten Ahorn- und Kirschbohlen. Sämtliche Scheiden
werden als Unikat (passgenau) angefertigt, teils mit Leder überzogen, oder Natur belassen.




Schild und Schildnaben
Auch die Schildnaben sind aus lange gelagerten Hölzern, und werden ebenfalls individuell angepasst.


Webrahmen




WANDERER DURCH DIE ZEIT
Brettchenweben

Die in dieser Technik gewebten Borten und Bänder stellen ein wichtiges Zierelement der keltischen Tracht dar. Sie waren
sicher auch Ausdruck der sozialen Stellung ihrer Träger.
Die Textilfunde belegen überwiegend in Köpertechnik hergestellte Gewebeanfangskanten, auch ohne jegliches Muster.
Verschiedene Ausführungen der Köpertechnik sind belegt, so wohl mit 4 Einzügen, einem ausgelassenen Einzug als auch mit
nur zwei Einzügen, dem sogenannten Strippengewebe.
Ob die Schnurbindung/Einzugsmuster bereits zur keltischen Zeit angewandt wurde ist umstritten. Im Keltendorf
Mitterkirchen /Österreich ist allerdings ein derartiger Gürtel ( Muster: laufender Hund) als Beispiel der Brettchenweberei
ausgestellt .
Älteste Nachweise für die Brettchenwebtechnik finden sich auf der Iberischen Halbinsel. Dabei handelt es sich um
quadratische Keramikbrettchen die in den Ecken gelocht sind, datiert werden diese in die frühe Kupferzeit.
In Mühltal, Kreis Göttingen gefundene Knochenbrettchen werden in die frühe Bronzezeit datiert.
Fundorte gibt es in Spanien, Italien, England, Littauen, Dänemark, Polen und Deutschland.
Auch wurden Zeitnahe einzelne Gewebefragmente gefunden. Diese sind jedoch selten, da organisches Material nur unter
sehr günstigen Umständen ( Lehmboden, Moore, Salz )erhalten bleibt. Dank der Einzigartigkeit des Brettc hrenwebens kann
jedoch auch schon an kleinsten Stücken festgestellt werden um welche Technik es sich handelt.
Ein in Sasso di Fubara gefundenes Band in fünf verschiedenen Musterstreifen die in Längsrichtung ausgeführt sind, gilt als
eines der ältesten Belege für mit Brettchen gewebte Bänder. Datiert wird dieses Band in das 8 Jhd. V. Chr.
Nördlich der Alpen gelten die Funde aus dem Grabhügel Hochmichele zu den ältesten.
Daneben die Bänder aus dem Fürstengrab von Hochdorf und dem Salzbergwerk in Hallstatt.
Generell sind Textilen in dieser Technik ab dem 7. u. 6. Jhd. v. Chr. für den süddeutschen Raum nachgewiesen, und
scheinen sich danach nach Norden verbreitet haben.
Bänder in den verschiedenen Techniken:

Komplexe Einzugsmuster Diagonalen Schnurbindung
Gewandung/Tracht
Der Wert eines Kleidungsstückes erschließt sich erst, wenn man die einzelnen Arbeitsschritte nachvollzieht und
den Zeitaufwand berücksichtigt.
Vom Schaf zum Mantel:
Die Schafe müssen natürlich auch erst gehegt und gepflegt werden, bevor der Bauer das Wollflies „ ernten“ kann,
danach wird das Flies mehrmals gewaschen und von Unreinheiten wie Stroh ect. befreit. Danach wir die wolle je
nach Rasse “ gedadscht“ bzw. gekämmt. Erst nach diesen Vorarbeiten kann daran gedacht werden, Textilien herzustellen.
Färben:
Pflanzenmaterial muss in großen Mengen gesammelt, getrocknet und zerkleinert werden, bis hin zur Pulverform.
Beizen herstellen um die Wolle entsprechend der gewünschten Farbe und deren Färbemethode vorzubereiten.
Auch die Verwendung importierter Färbedrogen macht das ganze nicht einfacher.
Gefärbt wurde die Wolle in allen Formen: vor bzw. nach dem Spinnen, oder als Tuch nach dem Weben.
Spinnen:
Dies war ausschließlich mit der Fallspindel möglich. Fadenstärken von 0,3 mm sind für die frühe Hallstattzeit
belegt. Das ergibt eine Webdichte von 20 Fäden pro cm.
Bei dieser Fadenstärke kommt man dann auf einen zweistelligen Kilometerbedarf an Faden um z.B. ein Tuch für
einen Peblos herzustellen.
Weben:
gearbeitet wurde am Gewichtswebstuhl.
Folgende Bindungen sind aus der Hallstattzeit belegt:
verschiedene Varianten der Leinwandbindung, Panama, verschiedenste Köperbindungen bis hin zum
Diamantköper.
Auch wurden die Wolltuche weiter bearbeitet, so z.B. zum Walkloden.
Weite textile Trachtelemente
Sticken:
Die im Salzbergwerk Hallstatt gefundenen Textilfragmente belegen eindeutig, dass das Sticken als Technik zur
Verschönerung der Gewänder geläufig war.
Brettchenweben:
Diese herrlichen Bänder zierten die Tracht und waren mit großer Wahrscheinlichkeit auch als Statussymbol zu
sehen, was am Fürstengrab von Hochdorf deutlich wird.
Der Zeitaufwand für die Herstellung eines Prunkmantels – vom Schaf bis zum ersten Tragen - wird auf ca. 2 Jahre
angelegt.
Tracht
Die Form und Trageweise dieser Tracht ist eine Interpretation der Fundsituation in Gräbern, oder Salzbergwerken
und die Umzeichnung der Situllenkunst. Es liegt in der Natur der Sache, dass es sehr schwierig ist nur anhand von
Textilfragmenten, die in den überwiegenden Fällen nur als rostige Klumpen an Metallgegenständen gefunden
wurden ,eine gesamte Tracht zu rekonstruieren.
An dieser Stelle möchte ich auf die einschlägige Literatur verweisen, und nur vorstellen, was wir für unsere Zeit
als Tragbar erachten.
Wir versuchen unsere gesamte Gewandung selbst herzustellen, möglichst Handgenäht , wenn`s eilt kommt
natürlich auch die Nähmaschine zum Einsatz, und so nah als möglich an dem was belegt ist – auch Museen und
Archäologen interpretieren.
Natürlich sind Stoffe, Leder und Wolle gekauft, die Verarbeitung macht jedoch so viel Spaß, dass kaufen nur noch
in Frage kommt, wenn wir noch nicht soweit sind das gewünschte selbst herzustellen.
Bilder (werden zu einem späteren Zeitpunkt eingefügt)
Rekonstruktionsversuche
Lodentunika
Tunika
Peblos
Rock
Bluse
Chitton
Männertracht
Dieser Kittel ist an den Seiten geschnürt, Hals und Schultern sind nur umgelegt, die Ärmel gerade angesetzt, die Ärmelnaht
ist versetzt, in der Literatur wird bisweilen vermerkt, dass diese Nähte nach vorne gesetzt wurden. Das ist aber beim
Tragen nicht ganz so angenehm, da sich diese Naht bei dickeren Stoffen in der Beuge sperrt, also ist hier die Naht hinten.
Wenn der Kittel seitlich mit Bändern geschlossen wird, kann der Stoff nicht zu fein gewesen sein.
Dünner Stoff reißt bei einer Schnürung unter Belastung schnell – er müsste demnach entsprechend unterlegt werden.
Die Schnittkanten sind mit Knopflochstich versäubert, die Schulternaht mit Rückstich geschlossen. Die Ärmelnähte habe ich
mit Wendlichstich gearbeitet.
Die Seitenteile zusätzlich mit einem Stoffstreifen unterlegt und dann die „Ösen“ durch beide Lagen gearbeitet, diese
ebenfalls mit Knopflochstich haltbarer gemacht.
Durch den Lodenstoff, der nahezu winddicht ist und ziemlich lange gegen Durchnässen schützt ist dieser Kittel hervorragend
für nasskalte Witterung geeignet. Die Schnürung bietet zudem die Möglichkeit, noch einige Hemden bzw. Tuniken darunter
zu tragen
Bilder (werden zu einem späteren Zeitpunkt eingefügt)
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Prunkmantel
In dieser Ausführung waren Prunkmäntel mit sicherheit, führenden Personen vorbehalten und dienten der Repräsentation.
Derartige Kleidungsstücke stellten und stellen auch heute noch einen enormen wert da und sind somit kein Alltagsgewand.
Im Trageversuch erweisen sie sich in dieser Größe auch nicht als wirklich Alltagstauglich.
Diese Mantelform dürfte bis zur ottonischen Zeit, ca. 1000 nach Chr. üblich gewesen sein. Regional gab es natürlich
unterschiede in der Zier - Borten, Fransen, Perlen, Webmuster und den verwendeten Fibeln.
Da ich nun nicht in der Lage bin das gesamte Stück selbst zu Weben habe ich mich für folgende Vorgehensweise
entschieden. Wollstoff mit Knopflochstich versäubern, Borten weben und mit Wendlichstich annähen, Fransen flechten,
Perlenzier anbringen - es sind übrigens 84 Stück.
Fertig ............. Nach unzähligen Stunden.
Bild (werden zu einem späteren Zeitpunkt eingefügt)
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Frauenkleidung
Cotta
Sie wurde von beiden, Frauen und Männern getragen.
Hier besteht glaube ich auch noch etwas Aufklärungsbedarf was nun gemeint ist.
Wer sich eher dem Hochmittelalter widmet wird anführen, dass dieses Kleidungsstück eher mit dem Klerus in Verbindung
gebracht wird. Recht hat er, aber...
Diese Mantelform ist seit den Römern sicher belegt, auch die romanisierte Bevölkerung hat diese Mantelform übernommen.
Ein wesentlich "modernerer" findet sich im Museum Hallstatt, dort wird ein Knabe mit einem Mantel gezeigt, der den heutigen
Trachtencapes sehr nahe kommt.
Die Bezeichnung Cotta bzw. Cotte hat sich im Altbayerischen bis heute im Namen Cotze als Kurzform für Wetterfleck
erhalten, auch hat sich der Schnitt nicht wesentlich verändert, lediglich einige modische Abwendungen tauchen in der
Landhausmode auf.
Die Cotta besteht im Grunde aus einem Rechteckigen Stoff der zur Hälfte gefaltet wird, dann kommt ein Loch für den Kopf
hinein und fertig.
Es war ebenso üblich diese Cotta mit Leinen, Wollstoff, Seide oder Fee zu füttern.
Je nach Zweck konnte auch der fordere Teil kürzer sein, was das Arbeiten wesentlich einfacher macht.
Bilder (werden zu einem späteren Zeitpunkt eingefügt)
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